Rauchverbot in der Mietwohnung oder auf dem Balkon – verbindlich oder nicht?

Immer mehr Vermieter wollen nur noch Nichtraucher als Mieter. Das war nicht immer so. Früher war rauchen in der Wohnung das Normalste der Welt. Von Zeit zu Zeit wurde die Wohnung gründlich gereinigt, die vom Teer vergilbten Wände überstrichen und weiter gings mit dem Paffen. Aber diese Zeiten sind definitiv vorbei. Obschon das Rauchen innerhalb der Wohnung schon lange nicht mehr toleriert wird, wird wacker auf den Balkonen weiter geraucht. Aber auch das birgt Konfliktpotential, davon können Verwaltungen und Wohnungsmieter ein Liedchen singen. Egal ob Zigarette, Zigarre oder Stumpen – der Rauch dieser Glimmstängel ist sehr prägnant. Der Rauch wandert über die Fassade auf die Balkone anderer Mieter oder findet den Weg über gekippte oder offene Fenster in die Wohnungen der Mitmieter. Bei Nicht-Rauchern kommt das gar nicht gut an und wenn dann noch Kinder in Mitleidenschaft gezogen werden, wird definitiv das Kriegsbeil ausgegraben.

Rauchen in der Wohnung aus rechtlicher Sicht

Damit diese Frage so präzise wie möglich beantwortet werden kann, hierzu ein Auszug vom Mieterinnen- und Mieterverband: „Das Rauchen in einer Mietwohnung ist grundsätzlich erlaubt. Ein Rauchverbot im Mietvertrag ist nicht verbindlich. Deshalb ist es schwierig, sich gegen eine Rauchbelästigung aus einer Nachbarwohnung zu wehren. Falls diese eindeutig auf undichte Fenster, Türen oder Böden zurückzuführen ist, können Sie vom Vermieter grundsätzlich eine Behebung dieser baulichen Mängel verlangen. Falls das Problem auf rücksichtsloses Verhalten des Nachbarn zurückzuführen ist, muss der Vermieter ebenfalls einschreiten. Dies wäre etwa der Fall, wenn der Nachbar jeweils die Wohnungstür öffnet, um den Tabakqualm ins Treppenhaus abziehen zu lassen. Am häufigsten kommt es zu Belästigungen, wenn jemand auf dem Balkon raucht. Dann zieht der Rauch der Fassade entlang nach oben und dringt allenfalls durch schräg gestellte Schlafzimmerfenster ein. Trotzdem kann man das Balkonrauchen kaum als rücksichtslos bezeichnen. Lässt sich gegen einen baulichen Mangel oder rücksichtsloses Verhalten eines Nachbarn nichts machen, haben Sie für die Dauer der Belästigung grundsätzlich eine Mietzinsreduktion zugute. Dazu müssen Sie beim Vermieter reklamieren, am besten mit eingeschriebenem Brief.“

Raucher und Nicht-Raucher Tür an Tür – gibt es Lösungen?

Rein statistisch ist die rauchende Schweizer Bevölkerung mit einem Anteil von weniger als 20% klar in der Minderheit. Obschon Rauchverbote in Mietwohnungen nicht verbindlich sind, sollten Raucher aus moralischer Sicht gegenüber der nichtrauchenden Bevölkerung Rücksicht walten lassen. Selbiges gilt aber auch für die Mehrheit der Nichtraucher – gänzlich pulverisieren lassen sich die Raucher einfach nicht. Wichtig ist, dass man Probleme früh anspricht und bilateral nach Lösungen sucht und sich an die Abmachungen hält. Selbstverständlich mit dem nötigen Anstand und Respekt, denn der Ton macht die Musik. Ist die Situation einmal ausser Kontrolle, lässt sich das Verhältnis schwer wieder kitten und die Verwaltungen oder Hauseigentümer müssen einschreiten. Diese Lösungsansätze sind dann meist radikal und die Raucher werden als mögliche Mieter ausgeschlossen.

Man kann sich nun als Raucher diskriminiert vorkommen oder nicht. Fakt ist, dass die Raucher pro-aktiv über die Bücher gehen müssen. Kann man zum Beispiel mit den Mitmietern ein Zeitfenster vereinbaren, an dem die Raucher auf den Balkonen rauchen dürfen? Lässt sich die eine oder andere Zigarette vermeiden? Kann der Nikotinbedarf während den Stunden zuhause über ein Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummi abgedeckt werden?

Eine allgemein verbindliche Lösung gibt es nicht. Jeder ist selber für eine Lösung verantwortlich und es bedarf einer gewissen Kreativität bei der Lösungsfindung.

E-Zigaretten gehören sicherlich auch zu den möglichen Alternativen für herkömmliche Zigaretten. E-Zigaretten decken den Nikotinbedarf zu 100% ab und auch die Wahrnehmung des Rauchens ist dieselbe. Es ist zudem erwiesen, dass E-Zigaretten weniger schädlich sind!

Immer wieder werden wir von Verwaltungen angefragt, ob E-Zigaretten zu Schäden und «Rauchbelästigung» in Wohnobjekten führen. Wir können dies aus langjähriger Erfahrung verneinen. E-Zigaretten hinterlassen weder Geschmackstoffe, noch gelbe Wände.

Könnte die E-Zigarette auch eine Lösung für Sie sein? Mehr Informationen zu unserer E-Zigarette finden Sie hier.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

https SSL 100% Sicher Einkaufen

Mastercard VISA PayPal Rechnung Recycling ROHS CE